Saphir

Saphir

Saphir (veraltend auch Safir) ist eine Varietät des Minerals Korund. Man rechnet dem Saphir alle buntfarbigen und farblosen Varietäten zu. Ausgenommen davon ist der rote Rubin. Heute bezieht sich der Begriff auf die Varianten in balu. Sie reichen von Himmelblau bis zu einem schon fast ins Schwarze gehenden Dunkelblau und können je nach Lichteinfall im Farbton variieren. Saphir

Die Saphire enthalten als farbgebende Substanzen geringfügige Beimengungen von Fe2+ und Ti4+ (blau), Fe3+ (gelb und grün), Cr3+ (je nach Konzentration rot (per Definition ein Rubin) bis rosa), Ti3+ (rosa) und/oder V4+ (violett, zusammen mit Chrom und Eisen orange). Der farblose Leukosaphir enthält dagegen keine Beimengungen.

Für Schmucksteine dient in der Regel ein Saphir von intensivem, nicht zu dunklem Blau („Kashmir-Saphire“). Die in Montana gefundenen Saphire (Schlucht Yogo Gulch), sind meistens tiefblau. Aus Asien stammen vorwiegend s.g. Padparadscha, eine rosa- bis orangefarbene Variante unter den Schmuckstein-Saphiren. Ihre Bezeichnung wird auf das singhalesische Wort für Lotosblüte zurückgeführt. Padparadschas kommen ursprünglich aus Sri Lanka, werden aber mittlerweile häufig farbbehandelt und können dann aus der ganzen Welt stammen.

Sehr begehrt sind s.g. Sternsaphire, die den optischen Effekt Asterismus haben. Durch orientiert eingelagerte Rutilnadeln, zeigt sich eine mehr oder minder perfekte, sechsstrahlig-sternförmige Reflexion.

Saphire werden in der Regel zu Schmucksteinen verarbeitet. Durchsichtige Steine von hoher Qualität (möglichst wenig Einschlüsse) erhalten dabei einen Facettenschliff, undurchsichtige und vor allem diejenigen mit Asterismus, werden dagegen zu Cabochons verarbeitet, um den Sterneneffekt hervorzuheben.

Der größte jemals geschliffene Saphir ist der „Stern von Indien“ mit einem Gewicht von 563,35 Karat (112,67 Gramm). Der in Sri Lanka gefundene, etwa 2 Milliarden Jahre alte Stein wurde 1901 durch John Pierpont Morgan an das American Museum of Natural History übereignet und kann dort besichtigt werden.

Die himmelblaue Saphir-Variante wird in der Esotherik gewöhnlich mit Eigenschaften wie Ruhe, Reinheit und Frieden in Verbindung gebracht.

Die effiziente maschinelle Verwertung von Edelsteinen (Reportage)

Die effiziente maschinelle Verwertung von Edelsteinen (Reportage)



Smaragde, Rubine und Saphire, von Fachleuten gern lapidar Farbsteine genannt, sind ein besonderes Material. Sie funkeln und strahlen unterschiedlich intensiv – aber erst, nachdem sie den richtigen Schliff bekommen haben. Der Schleifer muss also zweierlei beachten: einen schönen Schliff mit exakt angelegten Facetten und das Gewicht. Der Rohstein, einem Stück Kandiszucker ähnlich, darf beim Schleifprozess also nur so wenig wie möglich an Volumen verlieren. Denn das Gewicht bestimmt im wesentlichen den Preis des fertigen Edelsteins – der sich nur dann verkauft, wenn Reinheit und Schliffbild gefallen. Forscher des Faunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern haben sich nun folgendes zur Aufgabe gesetzt: die über mehrere Jahrhunderte erarbeiteten Kenntnisse der Schleifer in einem mathematischen Prozess abzubilden, um aus dem Rohstein das optimale Volumen herauszuarbeiten. Ihr Ergebnis: eine Software und eine daran angeschlossene Schleifmaschine. Susanne Frommert berichtet für messelive.tv.

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